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Vereinsleben | Pressearchiv

  

Hier haben wir ältere Presseberichte aus den Jahren 2000  bis 2006 und 2007 bis 2009 in rückwärts chronologischer Reihenfolge archiviert. Viel Spaß beim Stöbern... Zurück zu den neueren Pressemeldungen gelangen Sie über Presse.
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2007  Pressearchiv 1997-20062009

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 2007

 2008

 2009

Übersicht
28.12.2009 - Klangvolles Doppelgeschenk
13.10.2009 - Erfolgreiche Harmonie
07.10.2009 - Jugendorchester messen sich
04.07.2009 - Harmonie Lippertsreute bringt Musical zur Aufführung
18.03.2009 - Mit bewährtem Team ins Jahr
10.02.2009 - Bunte Abende
09.02.2009 - Hopser und Lollypops
29.12.2008 - Weihnachtskonzert erinnert an Unfalltod des Kollegen
28.12.2008 - Konzertreigen beschlossen
07.06.2008 - Eigener Marsch für Salem macht gute Laune
05.06.2008 - Abendkonzert in Hagnau
20.03.2008 - Erfolgreicher Bläsernachwuchs
12.03.2008 - Viele neue Jungmusiker in Ausbildung
20.02.2008 - Musikernachwuchs wird in Lippertsreute ausgebildet
21.01.2008 - DSL bleibt ein Spiel der Zukunft
03.01.2008 - 50 Jahre geben sie den Ton an
27.12.2007 - Das nächste Fest kann kommen
24.12.2007 - Stolz auf die Lippertsreuter Uniformen
05.09.2007 - Harmonie spendet Uniformen für humanitäre Hilfe "Kinder in Kiew"
16.05.2007 - Musiker-Nachwuchs begeistert Zuhörer
15.03.2007 - In der "Harmonie" ist Spaß Trumpf
05.02.2007 - Närrischer Dopingstoff putzt das Hirn durch


Südkurier 28.12.2009

 

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Klangvolles Doppelgeschenk

Orchester der Lippertsreuter Harmonie geben Weihnachtskonzerte in vollbesetzter Luibrechthalle
 

               

Begeistert beim Musizieren – die Jugendkapelle. Vorne rechts Daniela Köhler mit ihrer Bassklarinette
 
Die Musiker spielten sich in die Herzen ihrer Zuhörer - Bilder: Wieland
 
Überlingen-Lippertsreute - Gleich zwei Mal musizierten die Orchester des Musikvereins „Harmonie“ in der Luibrecht-halle ihr Weihnachtskonzert – ein klangvolles Geschenk an eine vollbesetzte Halle! Beim ersten Mal stimmte auch das Nachwuchsorchester der 22 jüngsten Musiker unter Leitung von Roland Fuchs mit Liedern zur Weihnacht auf das Fest ein. Jugend- und Musikkapelle „Harmonie“ boten beide Male ein Programm mit bekannter Musik zu guter Unterhaltung, „zum Genießen, nicht zum Verstehen“, wie „Harmonie“-Vorsitzender Ronny A. Knepple dem Publikum empfahl.

Im Auftritt der über 50-köpfigen Jugendkapelle gab's zwei Knüller. Dass Dirigent Udo Huber nichts anbrennen lässt und Konzentration von seinen Schützlingen fordert, ist bekannt. Diesmal hatte er zudem wie Gott Janus zwei Gesichter: Das eine als Dirigent zur Kapelle hin, mit dem anderen wandte er sich versiert-unterhaltsam als Ansager ans Publikum, nachdem die bisherige Juka-Stammsprecherin Sarah Möhrle als Ansagerin jetzt erstmals bei der Musikkapelle brillierte.

Zweiter Knüller war die Melodie „Bands Around The World“, mit der die „Harmonie“-Juka im Oktober beim achten Oberschwäbischen Jugend-Blasmusik-Festival in Bad Schussenried dem Bodenseekreis den ersten Platz und damit den Musikantenkrug sicherte. Kein Wunder: Schlagzeug, Blech- und Blasinstrumente wetteiferten in der Vorstellung der Länder mit Musik. Dabei waren England, Schottland, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Russland, Japan, Mexiko und die USA . Zu den passenden Flaggen, gezeigt von Leonie und Mirjam Mayer, kam das entsprechende Outfit.

Tiefes Blech korrespondierte mit Klarinette und Flöte in Beethovens „An die Freude“ aus der 9. Sinfonie, op. 125. Feurig erklang „Don Quixote“ und charakterisierte den Kampf gegen die Windmühlen. „Viva belcanto“ – in Italien mit seiner „opera buffa“ hätten die Melodien wie „Santa Lucia“ oder „Funiculi“ nicht schöner klingen können. Ein Zucken ging durch die Reihen bei „ABBA in Concert“, gefolgt von einer flotten Weihnachtszugabe.

„Another Opening“ – das „etwas andere Stück“ war durchgängig Thema für die Musikkapelle unter sicherer Führung von Alexander Risch. Die „Harmonie“ präsentierte „Dichter und Bauer“ von Franz von Suppé – vom bedächtigen Auftakt bis zur Entfesselung. Ins Wasser der Karibik mit schnellen Läufen von Fabian Meschenmoser am Xylophon durften die Zuhörer mit viel Rhythmus bei „Turquoise Daydreams“ rutschen. Landschaft und persönliches Empfinden erlebte das Publikum bei der Filmmusik „Jenseits von Afrika“, differenzierte Musiktempi der 20er-Jahre bei „Mame Medley.“ Vom Publikum mit viel Beifall gefordert wurde eine weihnachtliche Zugabe.

Theo Wieland



Südkurier 13.10.2009  
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Erfolgreiche Harmonie

Jugendkapelle Lippertsreute siegt bei Jugend-Blasmusik-Festival in Bad Schussenried
 

Die strahlenden Ersten: Die Jugendkapelle Harmonie Lippertsreute hat die Konkurrenz beim Oberschwäbischen Jugend-Blasmusik-Festival weit hinter sich gelassen und sich den ersten Platz erspielt - Bild: Knepple

 
 
Überlingen-Lippertsreute - Die Jugendkapelle Harmonie Lippertsreute hat sich beim achten Oberschwäbischen Jugend-Blasmusik-Festival in Bad Schussenried musikalisch gegen vier weitere Jugendorchester durchgesetzt und verdientermaßen den ersten Platz geholt. Das Preisgeld investieren die Musiker in ihre nächste Konzertreise nach Wien.

Großer Erfolg für die jungen Musiker in Lippertsreute: Sie haben sich den ersten Platz beim oberschwäbischen Blasmusik-Festival erspielt. Dieses Großereignis findet seit 2002 jährlich statt – und lockt zahlreiche erfolgreiche Gruppen an. Unter anderem traten dieses Mal der Vorjahressieger und je eine aus den Blasmusikverbänden (BV) Bodensee, Sigmaringen und Ravensburg ausgewählte Jugendkapelle zum musikalischen Wettstreit um den „Schussenrieder Musikantenkrug“ an.

Jedes der fünf Orchester trug ein Pflichtstück und ein selbst ausgewähltes Musikstück vor. Eine Fachjury, die aus dem Landesmusikdirektor des BV Baden-Württemberg und den Kreisverbandsjugendleitern der vier teilnehmenden BV bestand, sowie das Publikum bewerteten die Leistungen der Jugendlichen in der Stadthalle Bad Schussenried.

Neben der musikalischen Qualität wurde auch der Unterhaltungsfaktor der Vorträge berücksichtigt. So untermalten die Jungmusikanten ihre musikalischen Darbietungen beispielsweise mit kleinen Showeinlagen oder originellen Kostümierungen.

Unter der Leitung von Udo Huber wusste die Jugendkapelle Harmonie Lipperstreute mit ihren beiden Musikstücken „Spirit of 69“ und „Bands around the World“ das Publikum zu begeistern. Dem exakten, kraftvollen und harmonischen Spiel zum Geist der 60er-Jahre ließ die Jugendkapelle eine Reise um die Welt folgen, bei der insbesondere die pfiffige und ideenreiche Länder-Präsentation die Besucher zum Staunen brachte.

Als das Ergebnis bekannt gegeben wurde, kannte die Freude keine Grenzen mehr. Die Jugendkapelle Lippertsreute wurde für ihren überaus gelungenen Auftritt mit dem ersten Platz belohnt. Sie erhielt hierbei den begehrten „Schussenrieder Musikantenkrug“, der mit einem Preisgeld von 1200 Euro dotiert war. Dieses Geld soll für die geplante Konzertreise nach Wien im kommenden Jahr verwendet werden.

Begleitet wurde die Jugendkapelle Lippertsreute von einem eigenen Fan-Bus, der sich nach den wunderschönen Musical-Aufführungen im Sommer ein weiteres Mal über den Erfolg „seiner“ Band freuen konnte.

Im Oktober 2010 findet das Oberschwäbische Jugendblasmusik-Festival erstmals im Bodenseekreis statt. Als Vorjahressieger nimmt die Jugendkapelle aus Lippertsreute automatisch an dieser Veranstaltung teil und wird versuchen ihren Sieg zu verteidigen.
Florian Keller



Schwäbische Zeitung 07.10.2009

 

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Jugendorchester messen sich

Peppige Unterhaltung ist gefragt - Jugendkapelle Harmonie zum zweiten Mal dabei
 
BAD SCHUSSENRIED/sz - Fünf Jugendblasorchester aus vier Kreisverbänden messen sich musikalisch beim Oberschwäbischen Jugend-Blasmusik-Festival. Mitglieder der Kreisverbände Biberach, Bodensee, Ravensburg und Sigmaringen nehmen teil, Schirmherr ist Landrat Dr. Heiko Schmid.

Der Titelverteidiger des Vorjahres darf nicht noch mal antreten, da jedes Orchester nur zweimal an der Veranstaltung teilnehmen darf, und dies trifft beim Jugendorchester der Stadtkapelle Bad Saulgau zu. Dafür darf der Vorjahreszweite, die Jugendkapelle Berg mit Sarah Berner am Dirigentenpult, wieder antreten.

Die anderen vier Orchester qualifizierten sich durch eine erfolgreiche Teilnahme am Jugendwertungsspiel in ihrem Kreisverband. Als erfolgreichstes Jugendorchester beim Jugendwertungsspiel im Kreisverband Biberach hat sich die Jugendkapelle Sulmetingen-Schemmerberg (Leitung: Hans Mohr) durchgesetzt. Aus dem Bodenseekreis reist die Jugendkapelle Lippersreute an, der Kreisverband Ravensburg schickt das Jugendorchester Wangen ins Rennen und hat mit der Jugendkapelle Berg dann zwei Orchester am Start. Fünfter im Bunde ist die Jugendkapelle Denkingen aus dem Kreisverband Sigmaringen.

Initiator dieser Veranstaltung ist die Brauerei Ott aus Bad Schussenried, die wieder als Hauptsponsor auftritt. Ins Leben gerufen wurde das Jugend-Blasmusik-Festival in einer Kooperation der Brauerei Ott und des Blasmusikkreisverbandes Biberach als besondere Förderung der Jugendarbeit. Die besten vier Jugendorchester aus dem KV Biberach, die erfolgreich am Jugendwertungsspiel teilgenommen hatten, durften antreten. Nach erfolgreichem Start dieser Veranstaltung wurde sie auf vier benachbarte Kreisverbände ausgeweitet. Neben den üblichen Kriterien, die auch beim Jugendwertungsspiel bewertet werden, ist bei den Jugendorchestern Kreativität gefragt. Aus vier vorgegebenen Pflichtstücken können sie ein für sie passendes auswählen.

Dazu wählt jedes noch ein Stück aus seinem Repertoire aus. Beim Oberschwäbischen Jugend-Blasmusik-Festival ist nicht konzertante Musik angesagt, sondern gekonnt vorgetragene, peppige Unterhaltungsmusik. Die Orchester untermalen ihren musikalischen Vortrag mit kleinen Showeinlagen. Spaßige Kostümierung und Lichteffekte sowie kleine Soloeinlagen und mehr bereichern diese Veranstaltung.

Bewertet werden die Orchester von einer fachkundigen Jury unter Vorsitz des Landesmusikdirektors Franz Barthold, der zudem die Kreisverbandsjugendleiter der vier Kreisverbände angehören. Auch das Publikum kann sein Votum in die Waagschale werfen. Mit dem Eintritt erwerben sie eine Stimmkarte und können am Ende des Abends das Jugendorchester wählen, das ihnen am besten gefallen hat
sz



Südkurier 29.07.2009

 

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Mit viel Herzblut viel Freude vermittelt

Sommer-Open-Air:
"Harmonie" Überlingen-Lippertsreute sorgt mit Märchen-Musical für stehende Ovationen
 
Die Kindergartenkinder überzeugen mit Tänzen beim
Märchen-Musical „Freude“, an das sich der Musikverein „Harmonie“ Lippertsreute herangewagt hat.


Sarah Möhrle glänzt als weibliche Hauptdarstellerin

 

Der Kinderchor des Nachwuchsorchesters unter Leitung
von Sabrina Haak kann auch rappen. Bilder: Kleinstück

Bernhard Bitterwolf (r.) mit Kurt Gäble (l.) und Texter Paul Nagler
 
Mehr Bilder in unserer Rubrik Fotogalerie und im Internet in der Südkurier-Fotogalerie
 
Überlingen-Lippertsreute - Das Leben mehr bedeutet als Arbeit, Geld und Maschinen, diese Erkenntnis steht am Ende des Märchen-Musicals „Freude“ von Kurt Gäble. Herangewagt an dieses Werte vermittelnde Stück hat sich der Musikverein „Harmonie“ Lippertsreute – und das erstmals in Form eines Sommer-Open-Airs.

Dass Leben mehr bedeutet als Arbeit, Geld und Maschinen, diese Erkenntnis steht am Ende des Märchen-Musicals „Freude“ von Kurt Gäble. Herangewagt an dieses Werte vermittelnde Stück hat sich der Musikverein „Harmonie“ Lippertsreute – und das erstmals in Form eines Sommer-Open-Airs. Um es vorwegzunehmen: Die monatelangen Vorbereitungen haben sich mehr als gelohnt, denn die beiden Aufführungen bei der Luibrechthalle lassen ein begeistertes Publikum und äußerst zufriedene Darsteller zurück.

Die Idee zur Aufführung war zuvor vom Musikverein hochmotiviert aufgenommen worden, wie Vorsitzender Ronny A. Knepple das Publikum wissen lässt. Es habe eine erstaunliche Eigendynamik, sowohl in er künstlerischen, als auch in der organisatorischen Umsetzung entwickelt. „Unsere kühnsten Erwartungen sind übertroffen worden“, sagt er, dabei auch auf die vielen Sponsoren verweisend, die die Realisierung des Projektes als Open-Air-Musical ermöglicht haben.

Bevor das moderne Märchen startet, heizt der Schwäbische Liedermacher Bernhard Bitterwolf dem Publikum auf gekonnte Weise kräftig ein. Mit dabei – zumindest am zweiten, kurzzeitig verregneten Tag – sind auch Komponist Kurt Gäble und Texter Paul Nagler. Dann aber geht es los. Es wird dunkel, Scheinwerfer gehen an, Rauch steigt auf, Musik erklingt, es wird getanzt. Für die Umsetzung der musikalischen, gesanglichen und tänzerischen Musical-Darbietungen sind insbesondere die jungen Aktiven der Jugendkapelle unter Leitung von Udo Huber und dem Nachwuchsorchester unter Sabrina Haak, aber auch Kindergartenkinder zuständig.

Alle sind begeistert und voller Herzblut dabei. Für die erforderlichen Erklärungen sorgt derweil Erzähler Gottfried Mayer: So handelt die Geschichte des Musicals von einem Freude verkaufenden Geschäftsmann (Harry Grünbacher, Sologesang), der selbst die Freude am Leben verliert. Er versucht über seine Homepage Berater zu finden, die ihm seine Freude zurückgeben können. Doch das nutzt alles nichts. Erst die letzte E-Mail einer wundersamen Frau (Sarah Möhrle, Sologesang) macht ihn neugierig. Sie verleitet ihn zu dem Wagnis, unbekanntes Terrain zu betreten, wo er Natur, Freundschaft und Liebe entdeckt . . . und dem Zuhörer eine Moral vermittelt wird.

Eine professionelle Beschallungs- und Beleuchtungstechnik, gut aufgelegte Musiker und aparte Darsteller in wunderschöne Kostümen: Mit stehenden Ovationen zeigt das begeisterungsfähige, kaum zu bremsende Publikum seine Freude, die bei nicht wenigen in Freudentränen gipfelt. Die beiden Musical-Aufführungen stellen zweifelsohne einen Meilenstein im langjährigen Wirken des Musikvereins dar. Bravissimo, „Harmonie“!

Holger Kleinstück



Südkurier 04.07.2009

 

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Harmonie Lippertsreute bringt Musical zur Aufführung

Proben und Vorbereitungen zum Musical-Wochenende laufen auf vollen Touren
 

Probenarbeit des Musikvereins „Harmonie“ in Überlingen-Lippertsreute für das Musical „Freude.“ Auf dem Bild die Jugendkapelle mit Kinderchor aus den Nachwuchsorchestern - Bild: Knepple

 
 
 
Überlingen-Lippertsreute - Erstmals in seiner Geschichte führt der Musikverein „Harmonie“ im Überlinger Stadtteil Lippertsreute ein Musical auf. Zur Aufführung kommt das Märchen „Freude“ von Kurt Gäble. Spielort ist der Platz vor der Luibrechthalle. Die Aufführungen sind am Sonntag, 26. Juli und Montag, 27. Juli, jeweils um 20.30 Uhr. Und Sie, liebe Leserin und lieber Leser, können für die Aufführung am Montag, 27. Juli, zwei Karten gewinnen, wenn Sie beim Gewinnspiel des SÜDKURIER mitmachen. Zusammen mit dem Musikverein „Harmonie“ verlosen wir fünfmal zwei Karten. Näheres dazu siehe im Infokasten. 

Wie kommt der Musikverein „Harmonie“ dazu, einmal ein Musical einzustudieren? Dazu Pressewart Florian Keller: „Schon längere Zeit reift der Gedanke in den Reihen der ‚Harmonie', eines Tages ein Musical auf die Bühne zu bringen.“ In den vergangenen Wochen sei es konkret geworden. Und Udo Huber, Dirigent der Jugendkapelle und musikalischer Leiter des Musical-Projektes, erläutert: „Wenn wir es machen wollen, dann müssen wir es dieses Jahr machen, da passt es einfach“. Die Idee sei im gesamten Musikverein hoch motiviert aufgenommen worden und es habe sich eine erstaunliche Eigendynamik entwickelt.

„Freude“ ist ein Musical für Blasorchester, Kinderchor und Sänger, ein modernes Märchen für Kinder und Erwachsene. Auf der Bühne spielen, musizieren und tanzen die Musikerinnen und Musiker der Jugendkapelle, des Nachwuchsorchesters und der Musikkapelle. Für eine außergewöhnliche Inszenierung und Präsentation sorgt eine professionelle Beschallungs- und Beleuchtungstechnik, welche zahlreiche Sponsoren ermöglichen.

Seit mehreren Wochen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. So fanden beispielsweise Castings in den Nachwuchsorchestern für den Kinderchor statt. Florian Keller: „Die Kinder und Jugendlichen sind begeistert und voller Herzblut dabei.“

Karten (9 Euro im Vorverkauf, 12 Euro an der Abendkasse): Autohaus Hahn, Telefon 0 75 53/3 52) oder www.mvhl.de/musical.

Infokasten zur Verlosung:
Wenn Sie zwei Karten für das Musical „Freude“ für den Aufführungstag Montag, 27. Juli, 20.30 Uhr, in Überlingen-Lippertsreute gewinnen möchten, dann rufen Sie die Telefonnummer 013 79 370 500 45 an. Nennen Sie das Stichwort Musical; Name, Adresse und Telefonnummer nicht vergessen. Ein Anruf aus dem Festnetz der Telekom kostet 50 Cent. Teilnahmeschluss ist am Donnerstag, 9. Juli, 12 Uhr. Die gewonnenen Karten werden auf dem Postweg zugestellt, die Namen der Gewinner im SÜDKURIER veröffentlicht.

Florian Keller



Südkurier 16.03.2009

 

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Mit bewährtem Team ins Jahr

Musikverein Harmonie Lippertsreute: Siegfried Weber gibt nach 18 Jahren Kasse ab
 

Der Vorstand des Musikvereins Harmonie Lippertsreute nach der Hauptversammlung: von links nach rechts - hinten: Beisitzer Günther Kiefer, Beisitzer Hans Klett, Schriftführerin Petra Schlossbauer, 1. Vorsitzender Ronny A. Knepple, 2. Vorsitzender Ernst Hahn, 3. Vorsitzender Bernd Sprissler - mitte: Beisitzerin Renate Müller, Jugenddirigent Udo Huber, Kassier Fabian Meschnmoser, Beisitzer Ralf Erdenberger, Jugendleitein Sarah Möhrle, 2. Dirigent Uwe Keller, Beisitzer Christopher Hanßler, 3. Dirigent Andreas Keller - vorne: 1. Dirigent Alexander Risch, Beisitzerin Michaela Suter, Beisitzerin Michaela Ruther, Beisitzerin Gerlinde Möhrle - Bild: Kiefer

 
 
 
Überlingen-Lippertsreute - Wieder liegt ein ereignisreiches Jahr hinter dem Musikverein Harmonie Lipperstreute. Insbesondere die 850-Jahrfeier von Lippertsreute, die Durchführung der Fortbildungslehrgänge (D-Kurse) sowie eine Konzertreise zur Trachtenkapelle Amrigschwand-Tiefenhäusern prägten den Terminkalender der Musikanten" erinnerte Schriftführerin Petra Schlossbauer. Aber auch unangenehme Themen standen 2008 auf der Agenda, zum Beispiel die Problematik um den Probenraum. Die sei, wie der Vorsitzende Ronny A. Knepple betonte, "noch nicht endgültig geklärt." 

Die Dirigenten Udo Huber, Jugendkapelle, und Alexander Risch, Musikkapelle, fanden in ihren Berichten lobende Worte für die Musikanten, die insgesamt 43 Auftritte zu bestreiten hatten. "Unvergesslich", sagte Udo Huber, bleibe der Feierabendhock bei der 850-jahrfeier. "Dort waren die Jugendlichen richtig kleine Strs." Alexander Risch hob die Auftritte beim Seehasenfest, wo die Musikkapelle abend im Fernsehen zu sehen war, sowie die Konzertreise in den Schwarzwald hervor. Auch 2009 wird es den beiden Kapellen nicht langweilig werden. Bei der Jugendkapelle laufen bereits die Vorbereitungen für ein Musical und die Musikkapelle wird im Mai beim Wertungsspiel in Überlingen teilnehmen.

Kassierer Siegfried Weber berichtete zum letzten Mal in dieser Funktion, wie sich das Jahr 2008 finanziell für den Musikverein entwickelte. Er konnte Positives bekanntgeben, da unter dem Strich ein Plus von rund 3000 Euro stand. Trotzdem trat er nach 18 Jahren als Chef der Finanzen ab - unter dankendem Beifall. Zum Nachfolger wählte die Versammlung Fabian Meschenmoser, bisheriger Presserefernt. Dieser wird mit Unterstützung von Christin Kiefer die Vereinskasse führen. Außerdem wurden der stellvertretende Vorsitzende Ernst Hahn, sowie der Beisitzer für Lippertsreute, Günther Kiefer, wiedergewählt.

Jugendleiter Bernd Sprissler betonte, dass ihm die Jugendarbeit immer viel Spaß gemacht habe, und verabschiedete sich ebenfalls nach 18 Jahren aus diesem Amt, welches künftig Sarah Möhrle übernehmen wird.

Unter großem Beifall zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden Ernst Hahn, Peter Hahn und die frühere, langjährige Ortsvorsteherin Ancilla Starosta. Für langjähriges Musizieren vom Präsidenten des Blasmusikverbandes Bodenseekreis, Walter Stegmaier, ausgezeichnet wurden Ernst Hahn (40 Jahre), Peter Hahn (40), Uwe Keller (20), Jessica Rauch (10), Karl Kessler (10), Jochen Lutz (10) und Daniel Grünbacher (10). Für 20-jährige Dirigententätigkeit erhielt Udo Huber die Goldene Dirigentennadel. Für fast 20-jährige Tätigkeit als Kassier und Jugendleter wurden Siegfried Weber und Bernd Sprssler mit der Goldenen Förderermedaille geehrt, und mit Präsenten aus dem Vorstand verabschiedet.
Fabian Meschenmoser



Südkurier 10.02.2009

 

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In Lippertsreute gibt's immer was zu feiern

Bunte Abende in der Luibrechthalle
 
Genial war die Idee der Musikantenfrauen: Sie tanzten auf der Bühne als Clowns, Ballerinen und Soldaten: „Marionetten um Mitternacht im Puppenladen“. Bild: Wieland

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Überlingen-Lippertsreute (fw) Samt und sonders begeistert waren alle beim „Bunten Abend“ in Lippertsreute: Das adlige Präsidium der Heiligenberger „Wolkenschieber“ mit Fürstenberger Hofstaat, die „Tryllenbühler“ aus Beuren, die „Hennen“ aus Rickenbach und die „Katzedopeschliefer“ aus Disedorf genauso wie das unorganisiert angehäste Publikum.

Unter gewellt badisch-farbigem Baldachin zum „Narri-Narro-Miau“ vereint, präsentierten Narrenverein und „Harmonie“-Musikverein zum 31. Mal ein mehrstündiges Defilee an sprühendem Witz in Wortakrobatik, Tanz und Gesang bis zum Finale und den „Wikingern“. Als Heizer des Narrenzuges betätigten sich finger- und schlagfertig die vier „Lollypops“. Sie trafen immer den richtigen Ton mit ihren Schunkelliedern. Das Publikum machte kräftig mit, hakte sich unter zum Schunkeln und musste aufpassen, dass Speis' und Trank auf den Tischen nicht umkippten.

Augen und Ohren waren derweil auf die Bühne mit Restbildern von den letzten Wahlen in Überlingen und den USA gerichtet. Moderator RAK (Ronny A. Knepple) in fein-goldenem Zwirn wie im Zirkus hatte zu allem etwas zu sagen. In der späteren Nachrichten-Show der KLJB- und Juka-Youngsters wurde ihm zwar der langsam graue Haarwuchs als Folge von seinen bühnenreifen schlechten Witzen unterstellt. Recht missmutig gelaunt war „Luibrechts“-Putzfrau (Gottfried Mayer): „Z'Lippertsreute isch all no e Fescht“ – viel Arbeit für sie. Statt in der Kirche betete sie die „Litanei der 850-Jahrfeier-Feste“ in der Halle.

„Und jetzt no d'Fasnet! Kennt mer die it um zwei Monad verschiebe? Des hend ondere au scho due.“ Im Überlinger Rathaussaal gibt's endlich weiblichen Charme: „Moncher G'mondrot verliert do de Verstand“, befürchtet Präse Andi. Auch bei den gespielten Witze ließ er seine prophetische Ader pulsieren: Als Fee konnte er zwei 80 Jahre alte antike Statuen wieder zum Leben erwecken und gab ihnen einen Wunsch frei. Mit Jahrzehnte altem Taubenkot im Nacken hatten die beiden nur einen Wunsch: „Du hebsch die Taube un i sch... uf d'r Kopf.“

Der „Gog“ (Rudi Greschner) aus Tübingen hob seinen moralischen Klampfezeigefinger gegen allzu viel Sauberkeit: „Die Baderei, die kommt uns teuer, die muess it sei.“ Ob Schwob oder Badener: „En jede trifft's mol irgendwann – das Schicksal.“ Dem Bauern „Uf der schwäb'sche Eisebahne“ etwa konnten die VHS-Luibrechthopser schwarzfahren sowie unrechtmäßige Schadensabwicklung für bloß noch „Kopf und Soil“ nachweisen. Die Badener sind in Geografie besser als die Schwaben: Nach Biberach kommt Durlesbach, erst dann Meckenbeuren! Und „Badisch für Anfänger“ ist „wällewäg“ beim „Z'nineesse“ nicht so schwer. Karl Dall und Mike Krüger – Flo und Marco – kamen als Gillebumper-Schönste von Bruckfelden her zu spät zu 850 Jahre und Biogas. Bezaubernde Tänze in noch schönerer Kostümierung – angefangen beim „Mamma Mia“-Quintett über das „Broadway Girls“-Sextett zu den neun als Ballerinen, Clowns und Soldaten „Tanzenden Marionetten“ um Mitternacht im „Puppenladen“.
Theo Wieland



Südkurier 09.02.2009

 

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Hopser und Lollypops

Buntes Programm der Narren und Musiker in der Luibrechthalle
 
Bunte Abende der Narren in Lippertsreute: Sabine Stötzle (links) und Sabrina Haak. - Bild: Wieland

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Überlingen-Lippertsreute (fw) Mit der 31. Folge in zwei Aufführungen setzten Narrenverein und Musikverein „Harmonie“ Lippertsreute in der jeweils voll besetzten Luibrechthalle ihr närrisches Kaleidoskop „Bunte Abende“ fort, musikalisch angefeuert von den „Lollypops.“ Das Publikum erlebte die „Luibrechthopser“ schwäbisch lernend, die Nordlichter Karl Dall und Maik Krüger, das Publikum konnte auch selbst badisch lernen, dann die „Broadway Girls“ tanzen sehen und sich um Mitternacht im Puppenladen an den als Clowns, Ballerinen und Soldaten tanzenden Marionetten ergötzen. Moderator Ronny A. Knepple dankte beim Finale besonders allen hinter den Kulissen. Der SÜDKURIER wird noch berichten.

Theo Wieland




Südkurier 29.12.2008

 

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Weihnachtskonzert erinnert an Unfalltod des Kollegen

Musikverein Harmonie Lippertsreute konzertiert in der Luibrechthalle
 
Die Musikkapelle „Harmonie“ Lippertsreute hinterließ mit ihrem diesjährigen Weihnachtskonzert tiefe Eindrücke – der Abend war auch Erinnerung an den bei einem Unfall getöteten Musikerkameraden Patrick Drexler. Das Publikum honorierte den Abend in der Luibrechthalle mit viel Applaus. - Bild: Wieland

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Überlingen-Lippertsreute (fw) Der erste Abend der Lippertsreuter "Harmonie" war bewusst abgesagt worden. Am ersten Weihnachtsfeiertag gab es nun viel Zuspruch und Applaus für das Konzert, mit dem die Musiker ihres kürzlich verunglückten Kollegen Patrick Drexler gedachten.

Mit ihrem Weihnachtskonzert am Abend des 25. Dezember steckten Jugendkapelle und Musikkapelle des Musikvereins „Harmonie“ in der vollen Luibrechthalle ihr musikalisches Können als Glanzlicht an den Weihnachtsbaum. Dabei setzten die Musiker setzten unter das ereignisreiche Dorfjubiläum „850 Jahre“, das sie mit geprägt hatten, ihren markanten Schlusspunkt. Und das trotz düsterer Schatten: Der tragische Unfalltod des aktiven Jugendkapelle-Musikers Patrick Drexler im Dezember, mitten in der Probenhochphase auf das Weihnachtskonzert, war für den gesamten Musikverein „Harmonie“ nur schwer zu verkraften. Der erste Konzerttermin fiel deshalb bewusst aus, am Weihnachtsabend aber sollte musiziert werden – in dankender Erinnerung an den erst zwanzigjährigen jungen Mitmusiker. Für die Vermittlung der Musikstücke sorgten Sarah Möhrle (Jugendkapelle) und Ronny A. Knepple (Musikkapelle) durch jeweils einleitende Worte. Vorsitzender Knepple konnte auch die Oberhäupter der „Harmonie“-Gemeinden Bambergen, Deisendorf, Lippertsreute und Tüfingen begrüßen – Siegfried Weber, Isolde Idda, Traudl Keßler und Werner Heinz.

Spannung für musikalisches Empfinden hatten die Register der Jugendkapelle unter ihrem Begeisterung ausstrahlenden Leiter Udo Huber schon in die ersten Takte von „Thunderbirds“ gelegt. Um sicher wieder aus dem All zu landen, öffnete sich am Schluss der Bremsfallschirm. Gershwins „Rhapsody in Blue“ führte Jazz und Klassik zusammen.

Auch „Achterbahn“ mit spektakulären Loopings fuhren die Musiker um Udo Huber mit den Zuhörern. Alle Register waren leicht-luftig in die „Annen-Polka“ eingebunden. Zum Träumen und dem Nachhängen in Gedanken mit Lichteffekten hieß es vor der Fest-Zugabe: Genießen Sie „Music“, den Erfolgstitel von John Miles.

„Festmusik der Stadt Wien“ passte als Auftaktstück der Musikkapelle „Harmonie“ unter der präzisen Stabführung von Alexander Risch auch als Festmusik für Lippertsreute. Mit der spannungsvollen Filmmusik „La Storia“ wurde jeder Zuhörer fordernd und gefühlvoll in seiner Fantasie angeregt, gesteigert dann noch durch das folgende Dreivierteltakt-Gefühl beim Konzertwalzer „Wiener Blut.“ Mit Eric Clapton ließ die Kapelle „The Cream of Clapton“ träumen.

Dann ging's mit Paukenschlagauftakt aus Lippertsreute nach New York in die „42. Straße“, ins Flair der Weltstadt. Zwei Zugaben – „Zum Städtele hinaus“ und „Feliz navidad“ rundeten das denkwürdige Konzert an Weihnachten 2008 ab. Das Publikum bedankte sich mit dem verdienten großen lang anhaltend brausenden Applaus.

Theo Wieland


Südkurier 28.12.2008

 

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Konzertreigen beschlossen

Weihnachtskonzert des Musikverein Harmonie Lippertsreute in der Luibrechthalle
 
Konzert in Überlingen-Lippertsreute: Dominik Ruther (rechts) und Christof Keller von der Musikkapelle, der bei der Jugendkapelle einspringen musste - Bild: Wieland

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Überlingen-Lippertsreute (fw) Das Weihnachtskonzert in der Luibrechthalle Lippertsreute beschließt den Reigen exzellenter Blasmusikkonzerte in der Advents- und Vorweihnachtszeit im Linzgau in und um Überlingen.

Im umfassend gefeierten Jubiläumsjahr des Ortes konnten die Jugendkapelle „Harmonie“ unter Dirigent Udo Huber sowie die Musikkapelle „Harmonie“ unter Leitung von Alexander Risch das Konzert nur am ersten Feiertag und nicht – wie üblich – zuerst schon am Sonntag vor Weihnachten aufführen. Sie haben sich, so betonte Ronny A. Knepple in der Begrüßung, bewusst entschieden: „Wir wollen spielen.“ Denn mitten in der intensivsten Probephase kam Patrick Drexler – er spielte in der Jugendkapelle den Bass – durch einen tragischen Verkehrsunfall ums Leben. Die jungen Musiker um Udo Huber mussten diesen Schicksalsschlag auch in den weiteren Proben zum Konzert verkraften. Sie boten sich und den Zuhörern an Weihnachten musikalisch Gelegenheit, mit ihrer präzisen und einfühlsamen Musik ein würdiges und ehrendes Gedenken zu ermöglichen. Vor allem bei der Melodie „Music“ (was my first love) spürte jeder in der Halle, wem diese Aussage galt.

Beide Musikkapellen hatten dem Publikum – aus dem Ort selbst und weit darüber hinaus – je fünf Titel angeboten. Der Untertitel „Jazz meets Classic“ von George Gershwins „Rhapsody In Blue“ zeigte den weit gespannten Bogen in diesem hervorragenden Blasmusikkonzert: Der Hauptakzent lag bei der modernen Popmusik, aber der Wiener Dreivierteltakt und die zackige Marschmusik kamen nicht zu kurz. Nicht fehlen durfte abschließend ein Weihnachtspotpourri von der Jugendkapelle und – auf Spanisch – von der Musikkapelle „Harmonie“ der von Herzen kommende Wunsch „Feliz navidad.“ Die Blasmusik bei der „Harmonie“ in Lippertsreute bot an diesem Abend Trost im Schmerz und Freude gleichermaßen.

Der SÜDKURIER wird über das Konzert noch ausführlich berichten.

Theo Wieland


Südkurier 07.06.2008

 

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Eigener Marsch für Salem macht gute Laune

"Salemonia" von Komponist Kurt Gäble wird beim Schloßseefest am 24. Juli uraufgeführt
 
Rund 300 Blasmusikanten übten im "Prinz Max" den neuen Konzertmarsch "Salemonia" ein, der bei der Eröffnung des Schloßseefestes am 24. Juli 2008 uraufgeführt wird. - Bild: AS  
 

Salem (as) - Die Schloßseefestbesucher dürfen sich in diesem Jahr auf etwas Einmaliges freuen: Die Eröffnung am Freitag, 24. Juli, ist nämlich für die Uraufführung des Konzertmarsches "Salemonia" vorgesehen. Am Donnerstagabend haben die sechs Kapellen der fünf Salemer Musikvereine den Marsch mit dem bayerischen Komponisten Kurt Gäble im "Prinz Max" eingeübt. Die geladenen Zuhörer, unter anderen Bürgermeister Manfred Härle, waren hingerissen.

"Salemonia" - auch der Name dieses Konzertmarsches hat Gäble'schen Ursprung - ist ein vierminütiges Feuerwerk der Blasmusik. Vor allen Dingen, wenn es von rund 300 Musikern mit Pauke und Trompeten, Basshörnern und Fanfaren - wie es auch bei der Eröffnung des Schlossseefestes der Fall sein wird - gezündet wird. Knapp eine Stunde lang haben die Musikanten der Vereine Beuren, Lippertsreute, Mimmenhausen, Neufrach und Weildorf mit Kurt Gäble geübt. Dann gab der Komponist sein "okay", und da kam der Applaus aus Richtung der Akteure in Richtung Dirigentenpult und nicht umgekehrt. "Das habt ihr gut gemacht", lobte der Komponist die Musiker.
Umgekehrt muss es genauso gewesen sein. "Er hat uns mit unheimlich blumigen und bildhaften Anweisungen auf die Spur gebracht", schwärmte Ronny A. Knepple vom Musikverein Lippertsreute. Harald König, Dirigent des Musikvereins Beuren, sagt: "Ein schwieriges Stück, aber sein Schöpfer hat es unheimlich gut verstanden, es uns beizubringen."

Und wenn immer vom Komponisten die Rede ist, dann muss man - wie Meinrad Reiß, der Chef des Schloßseefest-Komitees, es tat - auch den Namen Elmar Notheis nennen. Der Dirigent der Musikkapelle Neufrach hat die ganze Sache nämlich ins Rollen gebracht, als er vor zwei Jahren in einer Dirigentenbesprechung die Idee vorgebracht hat, dass es doch eigentlich schön wäre, wenn die Salemer Musikvereine einen eigenen Marsch hätten. Dass daraus etwas geworden ist, findet Meinrad Reiß ganz toll. "Das ist auch ein weiteres Sahnehäubchen für unser Schloßseefest."
Dessen Initiator, Elmar Notheis, schildert, wie es dazu gekommen ist, nachdem sein Vorschlag unter seinen Dirigentenkollegen durchweg Anklang gefunden hat. "Wir haben dann mit Kurt Gäble, von dem wir eine Reihe von Kompositionen in unseren Repertoires haben, Kontakt aufgenommen, um uns einen Marsch zu komponieren. Unsere Vorstellung: Eine zündende Einleitung mit Fanfaren wie bei dem bekannten Marsch Saint Triphon', ein schönes Basssolo und ein Trio ähnlich dem Böhmischem Traum'". Das war's.
Kurt Gäble hat daraus ein Musikstück kreiert, das auch Geschichte und Kultur von Salem aufgreift. "Für einen so geschichtsträchtigen Ort wie Salem darf es kein trivialer Marsch sein", erläutert er sein Werk. "Da müssen Geschichte und Kultur mitschwingen." Deshalb wird "Salemonia" von kräftigen Fanfarenstößen eingeleitet. Sie sollen die Menschen, die rund um das Schloss wohnen, einladen, zu einem Anlass wie dem Schloßseefest zum Beispiel. Dann hört man aus den Registern, wie die Leute zusammenströmen, wie gute Laune und Lebensfreude herrscht.

Dann geht es zum Trio, dem melodischen Teil eines Marsches, über. Es kommt beschwingt daher, leicht und abwechslungsreich wie die sanfte Hügellandschaft des Salemertals, die von den Zisterziensermönchen ihre Prägung bekommen hat.

Bürgermeister Härle wollte sich als Musik-Laie kein fachliches Urteil erlauben. "In meinen Ohren hat das aber hervorragend geklungen", zeigte er sich begeistert. Und wie er anklingen ließ, wird sich das auch in der Höhe des Schecks niederschlagen, den er den Musikvereinen beim Schloßseefest als Beihilfe zu der Erkennungsmelodie der Gemeinde zukommen lassen will. Eines ist schon gewiss: "Salemonia" wird schnell seinen Siegeszug auch weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus antreten.


Kurt Gäble - Er ist 1953 in Lauben im Unterallgäu geboren und lebt dort noch heute. In Augsburg studierte er Musik, Kunst und Pädagogik. Mit einem Teillehrauftrag ist er immer noch im öffentlichen Schuldienst tätig. Mit seinen neuzeitlichen Kompositionen und Arrangements machte er sich im Bereich der Blasmusik einen Namen und wurde schon verschiedentlich dafür ausgezeichnet. Sein neuestes Werk, der Konzertmarsch "Salemonia" wird vom Rundel-Verlag verlegt.
AS


Südkurier 05.06.2008

 

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Abendkonzert in Hagnau



Südkurier 20.03.2008

 

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Ehrung der Teilnehmer der D-Kurse 2007



Südkurier 12.03.2008

 

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Viele neue Jungmusiker in Ausbildung

Jahresversammlung in der Luibrechthalle - Musikverein Harmonie Lippertsreute zieht positive Bilanz
 
Die neu gewählten Vorstandsmitglieder mit dem Präsidenten des Musikvereins Harmonie Lippertsreute (von links): Hans Klett, Gerlinde Möhrle, Petra Schlossbauer und Ronny A. Knepple - Bild: Meschenmoser

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Überlingen-Lippertsreute (emb) - "Es war uns nicht langweilig und es wird uns nicht langweilig werden", sagte der Vorsitzende des Musikvereins Harmonie Lippertsreute, Ronny A. Knepple, bei der Jahresversammlung. Stolze 55 Auftritte haben die Jugendkapelle und die aktive Kapelle im vergangenen Jahr bewältigt. Und auch 2008 stehe einiges an, allem voran die musikalische Umrahmung der 850-Jahr-Feier des Überlinger Ortsteils Lippertsreute.

Genügend Kapazitäten hat der Musikverein in jedem Fall: In der aktiven Kapelle spielen rund 50 Mitglieder und auch um den Nachwuchs und seine Zukunft braucht sich der Musikverein keine Sorgen machen: Wie Knepple berichtete, gab es im vergangenen Jahr 21 Neuanmeldungen, in der Jugendkapelle spielen derzeit rund 50 Musiker und laut Jugendleiter Bernd Sprissler denke man sogar darüber nach, im laufenden Jahr wieder ein zweites Nachwuchsorchester ins Leben zu rufen.

Der Verein tue einiges, um seine Jugend bei Stange zu halten. Aufgrund des starken Zuwachses wurden, wie Kassier Siegfried Weber berichtete, im vergangenen Jahr rund 20.000 Euro in neue Instrumente investiert. Dadurch standen den Einnahmen von 38.490 zwar Ausgaben von 53.900 gegenüber, das erwirtschaftete Minus wurde aber von Rücklagen aus den Vorjahren ausgeglichen, auf dem Konto sei ein schönes Plus. Das ist laut Knepple nicht zuletzt der hohen Spendenbereitschaft der Mitglieder zu verdanken. Knepple: "Solange es Leute gibt, die unsere Arbeit auf diese Weise würdigen, brauchen wir die Mitgliedsbeiträge nicht zu erhöhen.

Dirigent Alexander Risch berichtete aus der Arbeit der aktiven Kapelle, dass man in der letzten Zeit versucht habe, moderne Blasmusik stärker ins Programm zu integrieren. Trotzdem solle aber die traditionelle und volkstümliche Blasmusik nicht vergessen werden. "Das Repertoire soll allen Spaß machen, den Musikanten ebenso wie den Zuhöreren", sagte Risch. gar nicht zufrieden war Risch allerdings mit dem Probenbesuch im vergangenen jahr. "2007 gab es nach sechs Proben nur noch acht Musiker, die keine Fehlzeiten aufzuweisen hatten." Auch der Dirigent der Jugendkapelle, Udo Huber, zeigte sich mit dem musikalischen Jahr zufrieden: Es war ereignis- und erfolgreich", sagte er.

Die Newahlen waren schnell erledigt. Petra Schlossbauer ist neue Schriftführerein, gerlinde Möhrle wurde zur Beisitzerin für Tüfingen gewählt und hans Klett als Beisitzer für Bambergen bestätigt. Lob gab es vom salemer Bürgermeisterstellvertreter Peter Frick: "Es ist wunderbar, dass es in unserer Zeit, in der alles auf Gewinn augerichtet ist, Menschen gibt, die andere mit Musik erfreuen.

Eva-Maria Bast
Alle Geehrten auf einen Blick  


Südkurier 20.02.2008

 

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D-Kurse 2008 im Blasmusikverband Bodenseekreis, Bezirk 2



Südkurier 21.01.2008

 

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DSL bleibt ein Spiel der Zukunft

Komik, Tanz, Gesang und Sketche begeistern Besucher bei den 30. Bunten Abenden
 
Zum 30. Mal freuen sich die Besucher der "Bunten Abende" in Überlingen-Lippertsreute über ein abwechslungsreiches Programm, das ihnen der Narrenverein und der Musikverein "Harmonie" bietet. - Bild: Kleinstück  
 

Überlingen-Lippertsreute (hk) - Wir bauen eine Biogasanlage": Dieses Spiel mit Brennkessel, Gasleitungen und Holzhackschnitzelanlagen ist derzeit der absolute Verkaufsrenner im kleinen Spielzeugladen in Überlingens Stadtteil Lippertsreute. Auf das Spiel der Zukunft - DSL genannt - muss Narrenpräsident Andreas Schairer aber noch warten. "Alle wollen's, alle haben's drumherum, nur wir hier in Lippertsreute kriegen's nicht", erläutert ihm Cordula Dillmann unter dem Applaus des Publikums, als der Präse auf der Suche nach einem kurzweiligen Spiel ist.

Ob "Spielzeugladen", wie sich dieser Sketch nennt, ob Tanz und Show, ob gespielte Witze oder Moritatengesang: Die Mitglieder des Narrenvereins und des Musikvereins "Harmonie" bieten während der 30. Bunten Abende in der Luibrechthalle ein Feuerwerk spritzig-geistreichen Humors und schauspielerischen Könnens. Ronny A. Knepple versteht es als charmanter Moderator, gespickt mit vielen Anekdoten und Gags professionell durchs kurzweilige Programm zu führen. Selbstredend, dass ein Rückblick auf die drei zurückliegenden Jahrzehnte dabei im Mittelpunkt stehen und so bei der multimedialen Reise der Luibrechtshopser in die Vergangenheit Höhepunkte wie etwa Ritterspiele, Guillotinen oder Don Konsaken wieder zu erleben sind.

Während Daniel Grünbacher und Walter Dillmann in der "Amtsstube" zeigen, was passieren kann, wenn man sich als Beamter zu lange mit Formalitäten aufhält, präsentiert die katholische Landjugend, dass Männer zwar primitiv, aber glücklich sind. Jedenfalls ist seit dem Sketch "Junggesellenwohnung" geklärt, das jeder Mann einen Bierkasten braucht, um einem anderen Mann seine Zuneigung auszudrücken. Nach seiner erfolgreichen Premiere im Vorjahr, begeistert Rudi Greschner auch diesmal als Moritatensänger. "Heut' wär' wieder e Wetter zum Erbe, doch s'will halt koiner sterbe, koiner will in d'Kischte nei, koiner will d'r Letschte sei": Nicht nur seine Strophen ums "Erbe und Sterbe" kommen bestens an.

Selbstverständlich geht auch in Lippertsreute ohne Tänze nichts. Den Auftakt machen die "Faces" - fünf junge Damen der "Harmonie": Als "Pink Ladies" lieben sie Rock'n Roll - ein Augen und Ohrenschmaus sondergleichen, Zugabe obligatorisch! Lange Beine und bunte Röcke, Square-Dance und Hillie Billie: Auch beim Tanz der "Country Ladies" ist eine Wiederholung unumgänglich. Dann lange schwarze Haare und eine rechteckige, schwarz gerahmte Brille: Den Musikantenfrauen hat es Nana Mouskouri sehr angetan, haben sie doch den Weltstar gleich sechsmal engagiert: Weiße Rosen aus Athen lassen grüßen.

Zwischendurch immer mal wieder die Spanische Wand im roten Tuch - Markenzeichen für die "gespielten Witze", einst als Pausenfüller gedacht, dank Claudia Ermoneit, Francesca Schairer, Armin Drexler, Gottfried Mayer, Andy Schairer und Andreas Vögele haben sie sich längst zum Knüller entwickelt. Wogen der Begeisterung dann beim farbenprächtigen Finale, bei dem sich alle schunkelnd auf der Bühne versammeln und den Übergang zum närrischen Tanzvergnügen mit den "Lollypops" schaffen, nicht aber bevor die Guggenmusik "Pille Palle" aus Liggersdorf die Halle zum Bersten gebracht hat.

Holger Kleinstück



Südkurier 03.01.2008

 

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50 Jahre geben sie den Ton an

Ehrungen bei den Weihnachtskonzerten des Musikvereins Harmonie
 
Posaunist Erwin Scheiwein (rechts) und Schlagzeuger Rudolf Hahn (2.v.r.) wurden vom Präsidenten des Blasmusikverbandes Bodenseekreis, Walter Stegmaier (3.v.r.), und vom Vorsitzenden des Musikvereines "Harmonie", Ronny A. Knepple (links), für 50 Jahre Musizieren geehrt. - Bild: Wieland  
 

Überlingen-Lippertsreute (fw) - Zwei verdiente Musiker in den Reihen der "Harmonie"-Musikkapelle wurden beim Weihnachtkonzert in der Luibrechthalle in Lippertsreute geehrt: Rudolf Hahn und Erwin Scheiwein. Ehrungen erfolgen üblicherweise bei der Hauptversammlung, die Ehrung beim Konzert aber sollte, wie Vereinsvorsitzender Ronny A. Knepple sagte, auf etwas Besonderes aufmerksam machen. 

Beide Männer musiziert seit 50 Jahren im Blasorchester des Musikvereins "Harmonie." Walter Stegmaier, Präsident des Blasmusikverbandes Bodenseekreis, heftete beidem die vom Präsidenten des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg, Rudolf Köberle, verliehene Ehrennadel in Gold und Diamant ans Revers und überreichte die dazugehörige Urkunde.

Stegmaier hob die Verdienste beider hervor - Rudolf Hahn als Schlagzeuger, Erwin Scheiwein als Posaunist. Gerade der Einsatz über die normale Musiziertätigkeit hinaus kennzeichne beide Musiker. Dazu wurden beide Geehrte als große Vorbilder beim Probenbesuch herausgestellt. Bereits vor zehn Jahren wurden sie vom Verein zu ihrem Vierzigjährigen zu Ehrenmitgliedern ernannt. Ehrenmitglieder beim Blasmusikverband Bodenseekreis werden beide bei der Hauptversammlung am 13. April. Vorsitzender Knepple überreichte den beiden Geehrten vom Musikverein "Harmonie" die goldene Vereinsplakette.

Walter Stegmaier nahm die Gelegenheit wahr, mit den beiden Geehrten auch allen Musikerinnen und Musikern in beiden Orchestern des Vereins und den Dirigenten für ihre Leistungen zu danken. Deutlich lasse sich der Fortschritt erkennen: "Die Gier der Komponisten und Arrangeure" führe, meinte Stegmaier durchaus positiv, zur heutigen Vielfalt der Blasmusik, und viele Orchester stellten sich den hohen Anforderungen der neuen Musikliteratur. Dazu kämen die großen Zusatzleistungen der Musiker in ihren Vereinen: 65 Prozent der Vereinsgelder würden durch Aktivitäten der Vereine erwirtschaftet.

Die Kapelle musizierte als Anerkennung für die beiden Geehrten nicht nur den "Alte Kameraden"-Marsch mit einem hörbar-interessanten "Zwiegespräch" von Piccoloflöte (Andreas Keller) und Trompete (Uwe Keller). Die Musiker erhoben sich außerdem von ihren Plätzen und gratulierten den Geehrten zusammen mit dem Publikum mit viel Beifall.

Theo Wieland



Südkurier 27.12.2007

 

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Das nächste Fest kann kommen

Begeisternde Weihnachtskonzerte des Musikvereins Harmonie in der Luibrechthalle
 

Der Musikverein "Harmonie" begeisterte - unter anderem mit dem Klarinettenregister (links), vorne Sonja Starosta, und den Querflöten und Oboen (rechts), hier die Solisten Florian Keller (hinten links) und Andreas Keller. - Bilder: Wieland

Jungmusiker
Erstmals musizierten in der Jugendkapelle: Steffi Grünbacher (Schlagzeug), Vanessa Böhler und Lisa Lohr (Trompete) sowie Tobias Metzger (Tenorhorn).

 

 

Überlingen-Lippertsreute - Auf das große Jubiläum "850 Jahre Lippertsreute" im bevorstehenden Jahr 2008 ist der Musikverein "Harmonie" gleich im Doppelpack bestens vorbereitet - mit der "Harmonie"- und mit seiner Jugendkapelle. Am ersten Feiertag und schon zwei Tage zuvor überzeugten beide Kapellen mit ausgefeiltem musikalischem Vortrag beim Weihnachtskonzert im Sternenglanz der Luibrechthalle - höchster musischer Genuss für viele einheimische und auswärtige "Harmonie"-Fans und für viele Ehrengäste. 

Ronny A. Knepple, "Harmonie"-Vorsitzender, zitierte eingangs zur Einladung an das Publikum den Dirigenten Leopold Stochowski (1882-1977): "Man muss Musik nicht verstehen, man braucht sie nur zu genießen." Bei diesem Genuss müssen Sarah Möhrle und Sandra Sprissler eigens erwähnt werden, denn sie hatten zu jedem Musikstück eine köstliche Vorspeise serviert - Moderation, wie sie charmanter nicht sein kann.

Udo Huber als Dirigent der Jugendkapelle ist in seinem Metier ein Tausendsassa. Wie der aus unterschiedlichen jungen Menschen ein harmonisches Orchester formt! Seine Musikerschar malte in "Spirit Of Life" Stimmungen des Lebens mit Höhen und Tiefen - mit wuchtigem Auftakt durch die Becken, in musikalischer Rivalität der Holz- mit den Blechblasinstrumenten. Andreas und Florian Keller glänzten mit exakter Intonierung mit ihren Querflöten bei "Celtic Flutes" - einzelne Töne ließen die Flöten bei rituellem Brauchtum der Kelten hörbar werden. Die Schlagzeuge leiteten zu aufgeregter Melodie-Phase über. Das Orchester zelebrierte Rossinis "Diebische Elster"-Ouvertüre in der Korrespondenz von Klarinette und Piccoloflöte - einprägsam die Melodie in Grazie, Schwung und Elan. Ins Musical nahm die Kapelle das Publikum mit "Die Schöne und das Biest" mit einem zauberhaften Triangeldauerton und dem besonderen Flügelhornpart (Michaela Suter). Vor der Zugabe "White Christmas" mit musikalischen Schneeflocken rockten die Musiker mit dem "Deep Purple Medley".

Nicht weniger intensiv und erfolgreich hatte Dirigent Alexander Risch seine "Harmonie"-Kapelle vorbereitet und mit ihr das Publikum auf der "Drehscheibe Musik" in musikalischem Zauber rotieren lassen. "Il postiglione d'amore" hatte in flotter Manier die Liebe im Gepäck. Mit "Israel-Shalom" ging's in charakteristischer Melodik zum Purimfest nach Tel Aviv, zu den Beduinen in die Negevwüste und zum letzten Stück des Tempels, der Klagemauer. Gekonnt schräg und schrill musizierte das Orchester mit "Harry Potter und der Feuerkelch" - eine heftige Schlagzeugpassage lockerten Klarinetten und Flöten auf, Trompeten und Bässe in musikalischer Korrespondenz. Bei den "Musik"-Evergreens durfte das Publikum ebenso viele Erinnerungen genießen wie bei "James Bond 007".

Theo Wieland


Südkurier 24.12.2007

 

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Stolz auf die Lippertsreuter Uniformen

Freude beim Jugendblasorchester LYRA in Kiew
 
 Kinderblasorchester Lyra in Kiew Nicht in Überlingen-Lippertsreute sitzen diese jungen Musiker in der Uniform der Lippertsreuter Musikkapelle, sondern in Kiew. Der Musikverein "Harmonie" stellte die Uniformen dem Kinder- und Jugendblasorchester "Lyra" im Stadtbezirk Solomenskij zur Verfügung.  
 

Überlingen/Kiew - Sie musizieren bereits in ihren Uniformen aus Überlingen-Lippertsreute: Das Kinder- und Jugendblasorchester "Lyra" im Kiewer Stadtbezirk Solominskij in der Ukraine. Und die jungen Musiker und Musikerinnen sind mächtig stolz auf ihr neues Outfit.

Die Uniformen hat der Musikverein "Harmonie" in Lippertsreute zur Verfügung gestellt. Den Transport nach Kiew hat - wie berichtet - Wolfgang Schindele organisiert, der seit Jahren vor allem im Stadtbezirk Solominskij sozialschwache Menschen, Kranke, Alte und Kinder unterstützt. Unzählige Male ist Schindele bereits nach Kiew gereist und genauso unzählige Hilfstransporte mit Hilfe der Menschen in Überlingen und aus anderen Orten sind in die ukrainische Hauptstadt gegangen.

Die Reaktionen aus Kiew sind immer wieder überwältigend. Im jüngsten Brief an Schindele spricht Pavel Krivonos, Abgeordneter im Gemeinderat von Kiew, "meinen tiefen Respekt sowie große Dankbarkeit für die vieljährige umfangreiche Hilfe für den Kunstpalast der Kinder und Jugend des Stadtbezirkes Solomenskij" aus, "insbesondere für das Kinderblasorchester Lyra'".

Auch die schon früher überbrachten Muskinstrumente aus Überlingen (Anm.d.Red.: Die Harmonie-ler stifteten früher bereits 2 Trompeten, 1 Tenorhorn, 1 Klarinette und 1 Schlagzeug) hätten den Lernfortschritt im Orchester wesentlich verbessert. Sie hätten es auch ermöglicht, eine zusätzliche Musikklasse zu eröffnen. Wolfgang Schindele indes will weiter machen, Kindern und Kranken, Älteren und Sozialschwachen in Kiew Hilfe zukommen zu lassen - und das nicht nur zu Weihnachten.

Wilhelm Leberer


Südkurier 05.09.2007

 

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Je eine Monatsrente für 150 Menschen

Harmonie spendet Uniformen für humanitäre Hilfe "Kinder in Kiew"
 
Bundesverdienstkreuzträger Wolfgang Schindele (links) hatte im Juni einen weiteren Transport für seine humanitäre Hilfe "Kinder in Kiew" zusammengestellt. 20 Kisten mit Uniformen wurden ihm hierfür vom Musikverein "Harmonie" Lippertsreute durch die Uniformwartin Christine Erdenberger und den Vorsitzenden Ronny A. Knepple übergeben.  
 

Überlingen - Weiterhin unermüdlich tätig in zahlreichen Hilfsaktionen für die Ärmsten der Gesellschaft ist der Überlinger Wolfgang Schindele. Mittlerweile hat er 5000 Euro an Tatyana Slyschick, stellvertretende Bürgermeisterin und heute Deputierte der Stadt Kiew, übergeben. Das Geld hatte er in den zurückliegenden Monaten mit seiner Drehorgel erspielt. Seit Anfang der 90er Jahre betreibt der ehemalige Hausmeister des Kursaales humanitäre Arbeit in der Ukraine. Das möchte er auch in Zukunft fortsetzen. 

"Mit 50 Personen habe ich vor Jahren angefangen und nun sind es seit drei Jahren rund 150", so Schindele über die Menschen, die im Kiewer Bezirk Solominskij im Rathaus als hilfsbedürftig registriert sind und die von seiner Güte profitieren. Diese Zahlungen, die laut Schindele dem Wert einer Monatrente entsprechen, seien für die Rentner und behinderten Menschen in Kiew sehr beachtlich. "Es kann sich kaum einer hier bei uns vorstellen, was das für die alten Leute dort bedeutet", erläutert Schindele. Bei einem seiner letzten Besuche in der Ukraine habe er sein Harmonikaspiel unterbrechen müssen, so groß sei die Rührung gewesen - dank der Spenden der Bürgerinnen und Bürger aus Überlingen und Umgebung.
Die finanzielle und materielle Hilfe, die darüber hinaus auch regelmäßig Kinder aus wenig bemittelten Kiewer Familien erhalten, hat die Stadtverwaltung des Stadtbezirkes Solomenskij längst erkannt: "Unsere Einwohner kennen gut den Wolfgang Schindele - einen unermüdlichen Arbeiter, eine kreative Persönlichkeit, einen Humanisten. Der Klang seines Akkordeons hinterlässt im Herzen eines jeden, der ihn mal gehört hat, einen unerschöpflichen Optimismus", hat ihm die Stadtverwaltung von Solomenskij unlängst geschrieben. In den Vorjahren profitierten von Schindeles erspieltem Geld unter anderem zwei Kinderheime: Zum einen rund 150 Kinder im Blindeninternat Nummer 5 in Podol, einem alten Stadtteil von Kiew. Zum anderen das Internat Nummer 17 im Stadtteil Solominskij, das Schindele seit 1994 unterstützt. Dort bekamen beispielsweise etwa 200 Kinder, zum größten Teil Voll- und Halbwaisen und viele Sozialfälle, eine "süße Tüte".
"Deshalb darf ich versichern, dass ich die Kurbel meiner Drehorgel gerne weiter bewegen werde", so Schindele, wenngleich gesundheitlich bedingt diese Angelegenheit immer schwerer für ihn werde. "Seit nunmehr 17 Jahren halte ich dies durch, um Menschen in Russland ein wenig Freunde zu bereiten", sagt er in der Hoffnung, seine diesbezügliche Arbeit auch in den kommenden Jahren weiter führen zu können.
Inzwischen hat Schindele einen weiteren Transport nach Kiew zusammengestellt: 65 komplette Uniformen, die ihm vom Musikverein "Harmonie" Lippertsreute zur Verfügung gestellt worden waren, sowie mehrere Instrumente der Stadtkapelle Überlingen sind in Solominskij angekommen. Schindele: "Da diese Uniformen noch recht gut sind, wird das für die jungen Musiker in Kiew eine riesengroße Freude werden."

Holger Kleinstück


Südkurier 16.05.2007

 

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Musiker-Nachwuchs begeistert die Zuhörer

Frühjahrsvorspiel des Musikvereins Harmonie - 19 Neuanmeldungen sichern die Zukunft
 
Neben dem 30-köpfigen Nachwuchsorchester gab es beim Frühjahrsvorspiel des Musikvereins Harmonie verschiedene Gruppen- und Solovorträge. - Bild: Knepple  
 

Überlingen-Lippertsreute - Ein abwechslungsreiches Musikprogramm begeisterte die Zuhörer beim Frühjahrsvorspiel des Musikvereins Harmonie in der Luibrechthalle Lippertsreute.

Neben dem 30-köpfigen Nachwuchsorchester, unter abwechselnder Leitung von Christine Mayer und Uwe Keller, gab es verschiedene Gruppen- und Solovorträge, vom Klarinettenregister bis zum Schlagzeugsolo von Ramona Huber. Jugenddirigent Udo Huber lobte den Leistungsstand und die Ergebnisse bei den Weiterbildungskursen des Blasmusikverbands im April. Die Flötengruppe von Ausbilderin Sabrina Haak bewies Rhythmussicherheit beim gesanglich begleiteten "Frühstücksbecher-Shalala-Song".
Vorsitzender Ronny A. Knepple lobte den Leistungsstand der seit 2005 angebotenen Flötengruppe, die bestens mit musikalischen Grundlagen vertraut nun allesamt eine instrumentale Musikausbildung beim Musikverein beginnen. 19 Neuanmeldungen, und damit rund 50 Musikschüler, ließen ihn zuversichtlich bezüglich des Fortbestands von Jugendkapelle und Musikkapelle in die Zukunft blicken.

Ronny A. Knepple


Südkurier 15.03.2007

 

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In der "Harmonie" ist Spaß Trumpf

Jahreshauptversammlung des Musikvereins Harmonie in Lippertsreute
 
Beim Musikverein "Harmonie" Lippertsreute herrscht eine Vereinstreue, die Seltenheitswert hat. So wurden anlässlich der jüngsten Jahreshauptversammlung drei langjährige Musiker zu Ehrenmitgliedern ernannt (von links): Walter Stegmaier (Blasmusikverband), Walter Steidle (50 Jahre), Anton Großhard (50 Jahre), Willi Bosch (40 Jahre), Ernst Hahn (2. Vorsitzender) und Ronny A. Knepple (1. Vorsitzender). Bilder: Zysk  
 

Überlingen-Lippertsreute - Beim Musikverein "Harmonie" Lippertsreute ist Kontinuität angesagt. Denn der Vorsitzende Ronny A. Knepple ist für weitere drei Jahre wiedergewählt worden. Er führt den Verein seit 1995 mit Leidenschaft und Umsicht. Zur Wahl meinte Knepple: "Der Spaßfaktor ist größer als der Frust." 

Dies wird verständlich, wenn man die Jahresberichte hört. Die Vorstandsmitglieder und Helfer sowie die 114 Musiker, 61 in der Jugendkapelle (JK) und 53 in der Musikkapelle (MK), waren zwölf Monate lang auf Hochtouren und haben ein tolles Vereinsjahr absolviert. Sie haben nicht nur die Jubiläen 145 Jahre Musikkapelle, 50 Jahre "Harmonie" und 30 Jahre Jugendkapelle organisiert und gefeiert, sondern auch noch 73 Auftritte, 26 von der JK und 47 von der MK öffentlich gegeben. Ferner mussten aber auch Personalangelegenheiten gelöst werden, wie Knepple es formulierte.

Bei den Vorbereitungen zu den Jubiläen gab es Dirigentenwechsel in beiden Kapellen. Alexander Risch übernahm die MK und Udo Huber wieder die JK. Das ganze 2006er Vereinsgeschehen hat Schriftführerin Alexandra Kohllöffel Revue passieren lassen. An Weihnachten hatten die "Zöglinge" ihren ersten Auftritt.

Alexander Risch räumte ein, dass er bei der Übernahme des Dirigentenpostens weiche Knie hatte. Seine Dirigentenausbildung liegt schon 14 Jahre zurück, und es galt, das Programm für das Jubiläum und die beiden Weihnachtskonzerte einzuüben. Für das Jahr 2007 gibt es ein neues Programm. Risch: "Wir haben ein gutes Team, ich habe die Amtsübernahme nicht bereut." Udo Huber sagte: "Wir von der JK arbeiten mit der MK eng zusammen." Die Altersstruktur in der JK ist gut. 20 Jugendliche haben die D-Kurse absolviert, es wurde kräftig am Fundament gearbeitet.

Siegfried Weber musste in seinem Kassenbericht ein Minus ausweisen, was mit dem Jubiläum, aber auch mit dem verstärkten Musikbetrieb (64645 Euro) zusammenhänge. Allein für Instrumente wurden 29000 Euro investiert. Isolde Idda, Ortsvorsteherin von Deisendorf, hatte noch das Jubiläumsjahr im Kopf. Der Verein sei durch dick und dünn gegangen, habe schließlich den Weg zur Gemeinschaft, die "Harmonie", gefunden. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Pfarrer Georg Lämmle bezeichnete den Vorsitzenden als Präsidenten des Vereins. "Ich bin stolz und dankbar, Pfarrer in Lippertsreute zu sein", sagte der Geistliche. Es freut ihn, dass der Verein für die Altersabteilung die "Pensionsberechtigung" für alle eingeführt hat. Nach der letzten Firmung war der Bischof von der JK so begeistert, dass er sie zu einem Vorspiel nach Freiburg einladen will. Lämmle: "Vielleicht kann die Kapelle dem Bischöflichen Beirat spirituelle Hilfe leisten." Ortsvorsteherin Kessler war des Lobes voll über das Jahr 2006. Aber: "Was wäre der Verein, ohne das Zugpferd Knepple?" Er zieht und macht und hat eine tolle Mannschaft. Über Udo Huber wusste sie, dass er auch in Stresssituationen sagt: "Mir mont." Schließlich hatten Ronny A. Knepple und der Vorsitzende des Blasmusikverbandes Bodenseekreis, BezirkII, Walter Stegmaier, die ehrenvolle Aufgabe, langjährige Mitglieder auszuzeichnen. So wurden Walter Steidle und Anton Großhard zu Ehrenmitgliedern ernannt, Baritonist Willi Bosch für 40 Jahre aktives Musizieren mit der diamantenen Ehrennadel des Verbandes bedacht. Er wurde ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt

Norbert Zysk


Südkurier 05.02.2007

 

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Närrischer Dopingstoff putzt das Hirn durch

Bunte Abende des Narrenvereins und des Musikvereins Harmonie in Lippertsreute
 
Närrische bunte Abende im Überlinger Stadtteil Lippertsreute: Szene aus dem "badischen Einbürgerungsbüro". Bilder: Wieland

Fotogalerie auf suedkurier.de
 
 

Überlingen-Lippertsreute - Als ganz besondere Nummer wird die 29. Folge der närrischen "Bunten Abende" im Überlinger Stadtteil Lippertsreute in Erinnerung bleiben. Vier Stunden Närrisch-Buntes - im Dialekt gewürzt, von den badischen Farben Gelb-Rot-Gelb umrankt und vom musikalisch rund laufenden Viertakter "Lolly Pop" auf Schunkeltouren gebracht und gehalten. Ronny A. Knepple, dem Moderator, war wie dem Fernseh-Gott-Schalk klar, dass die "Bunten Abende 2007" von der Zeit verfolgt wurden: "Uns pressiert’s, mir hond doch koi Zeit." Doch Präse Andy Schairer gab zusammen mit Armin Drexler und Gottfried Mayer als "Comedian Harmonist" das Motto aus: "Mir hoffet, alle sin guet drauf, denn es gibt ebbes zum Üebe, zum Lose und zum Lache!"

Sketch, Show, in Episoden verpackter Witz, Tanz und Moritatensang - mit dieser breiten Palette malten der Narren- und der Musikverein "Harmonie" Lippertsreute im heiteren Wort und mit Musik selbst aus Schläuchen das bunte Bild zum gleichnamigen Abend. Berauscht und entzückt verließen die Besucher erst spät den Saal, ohne befürchten zu müssen, von diesem närrischen Dopingstoff nachteilig Schlagseite beim Aufbruch nach Hause zu bekommen. Im Gegenteil: Exzellent närrisches G’schwätz hat das Hirn wieder durchgeputzt.

Rassig in bezauberndem Rot-Schwarz wirbelten sieben Tänzerinnen der Tanzgruppe des Narrenvereins in typischer Aufmachung mit Füßen, Händen und dem ganzen Körper ihren Flamenco über die Bühne. Das rustikalere Gegenstück, aber in seiner Art ebenso anspruchsvoll lieferten die Musikantenfrauen als "Musikalische Straßenkehrer" mit Besen und im Blaumann ab: Phantastisch, wie mit "Besen marsch!" eine Melodie piano und forte "gespielt" werden kann. Sinnvoll blödelte mit Blockflöten die "Kraisi Liddel Jäß Bänd" der Juka und KLJB. Einer wurde im Tubakasten auf die Bühne geschleppt, der andere - www. Kirchweg.4b.de - machte aus allen das dudelsackähnliche "Schlauchophon"-Orchester. Die Bühne wurde zum Kain und Abel Musiker-Tatort-Mordfall "Ein Musikant geht flöten." Die fünf "Western Girls" begeisterten in Aufmachung und tänzerischer Grazie beim Colt-Schwingen.

Rudi Greschner als Moritatensänger musste, aufgefordert vom Publikum, eine Zugabe geben nach seinen Strophen ums "Erbe und Sterbe" von Onkel, Tante Frieda, Vetter Max und dem Bäsle: "Heut’ wär’ wieder e Wetter zum Erbe, doch s’will halt koiner sterbe, koiner will in Kischte nei, koiner will d’r Letschte sei." In Lippertsreute sind schon immer die "Gespielten Witze" (Claudia Ermoneit, Francesca Schairer, Armin Drexler, Gottfried Mayer, Andy Schairer, Andreas Vögele) keine Pausenfüller, sondern Knüller zum herzhaften Lachen.

Der "Schwob", der Schotte, der Italiener und der Sachse mussten vor dem badischen Einwanderungsbüro "Luibrechthopser" Farbe bekennen zu "Nackeputz", "Quadratlatsche", "Kuzzebohne" und "Farre". Nachdem alle "acht Johr in der Schuel am Fenschter g’hocket und erscht it hell worre sin", dürfen sie wenigstens bis Aschermittwoch im Badischen bleiben. Ein süß-zärtliches Talk-Liebesgeflüster der zwei Schlagerstars aus Bruckfelden gab’s "bei Beckmann", beim Schachspiel (Walter Dillmann, Martin Widmann) saß der Bauer nicht vor, sondern "uf’m Pferd." Den beiden Tupper-Bäckerinnen (Claudia Ermoneit und Francesca Schairer) blieb nach öfterem "Überprüfe den Schnaps!" am Schluss nur "Ich geh’ ins Bett und pfeif’ auf den Kuchen." Aufregend erotisch das "Call Girl" (Sigi Weber) aus Paris mit supersündiger Figur: "Erst sie trinken Seket, dann sie tanzen necket." Im neuen Lippertsreuter Dorf-Café (Cordula Dillmann, Andy Schairer) mit "Zwetschgedatsche" ("Mir hond ab un zue bleede Zwetschge") und "Kirscheplotzer" hieß es: "Mir hond ko Zeitung, mir hond nur d’r SÜDKURIER" - nichts dagegen. Vielleicht noch ein paar einzelne Tassen zu den Kännchen? - "Mir hond kone Tasse?" Das Fazit der "Bunten Abende" mit dem Spruch der Bedienung (Präse Andy) im Dorf-Café: "Saget se emol, wa went se eigentlich?" Denn besser geht’s nicht!

Theo Wieland
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